Die Rekordzahlen zum Halbjahr  2019 haben gezeigt, wie die Energiewende  weiter voranschreitet – und als einer der wenigen deutschen Beiträge zum Klimaschutz wirklich funktioniert.

Völlig neu dagegen ist, dass nicht die Windenergie den Trend anführt, sondern die Sonnenkraft.

Zumindest gilt das für den Juni: Erstmals haben die Solaranlagen im vergangenen Monat mehr Strom ins deutsche Netz eingespeist (7,17 Terawattstunden oder 19,2 Prozent der gesamten Nettoleistung) als Braunkohle (18,7 Prozent), Wind (18,0 Prozent) und alle anderen Energieträger. Das berichtet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

Freilich handelt es sich nur um einen einzelnen Monatswert, der von der besonders starken Sonneneinstrahlung im außergewöhnlich heißen Juni geprägt ist. Im Januar trug die Solarenergie nur 2 Prozent zur deutschen Stromerzeugung bei. Auch tageszeitlich ist die Leistung naturgemäß beschränkt – nachts fällt sie auch im Sommer auf Null. Das Maximum war laut ISE am 29. Juni um 13 Uhr, als die Solaranlagen 33,4 Gigawatt ins Netz speisten und damit mehr als die Hälfte des gesamten Stroms.

Dennoch sind die Rekordzahlen bemerkenswert. Das Muster der Sommer-Peaks in der Solarstromproduktion ist zwar regelmäßig. Doch im ebenfalls außergewöhnlich heißen Sommer 2018 lieferten die Braunkohlekraftwerke immer noch fast doppelt so viel Strom wie die Solaranlagen des Landes.